Gesamtschule: SPD stößt an!

Kreis Höxter. „Die Bildungsmöglichkeiten für die Kinder im Kreis Höxter können durch die Errichtung einer Gesamtschule besser, gerechter und familienfreundlicher werden. In Brakel sind jetzt die Entscheidungen dafür konstruktiv eingeleitet. Lasst und auf diesen politischen Erfolg der Kreis-SPD anstoßen“, eröffnete der Vorsitzende Roger van Heynsbergen die jüngste Sitzung des sozialdemokratischen Kreisvorstandes mit einem Glas Sekt oder Orangensaft. Auch die Zukunftsfähigkeit des Kreises werde dadurch gestärkt.

Van Heynsbergen erinnerte an die lange Vorgeschichte dieses schulpolitischen Durchbruchs im Kreis Höxter: „Seit mehr als einem Jahrzehnt haben wir die Gesamtschule zum Thema gemacht. Wir haben auf die Notwendigkeit des längeren gemeinsamen Lernens im Schulsystem hingewiesen. Wir haben gleichzeitig auf die Auswirkungen des demografischen Faktors auf die künftige Bildungslandschaft erkannt. Jetzt, spät, aber nicht zu spät, schließen sich CDU und andere unserer Argumentation an. Wir freuen uns, dass sich unsere Vorstellungen und Vorschläge in der Schulpolitik mehr und mehr durchsetzen.“

Die SPD habe im Wahlprogramm 2009 ausdrücklich die Einführung einer Gesamtschule aufgenommen, erläuterte Johannes Reineke. Der Kreisvorsitzende von 1998 bis 2010 ist federführend für die Schulentwicklungsstrategie zuständig: „Es hat sich gezeigt, dass mit Beharrlichkeit auch aus parlamentarischer Minderheitsposition inhaltliche Ziele erreicht werden können. Darauf kann die SPD im Kreis Höxter stolz sein. Wichtig ist die neue Schulpolitik in Brakel, Bad Driburg und anderen Städten aber insbesondere für die Chancen der Kinder und Jugendlichen. Nur mit starken Standorten in kommunaler Trägerschaft kann man wohnortnahe Bildung weiterhin anbieten.

Der schulpolitische Sprecher der SPD, Helmut Lensdorf, ergänzte: „Die Schulentwicklung geht weiter. Auch in Borgentreich, Beverungen, Steinheim und Nieheim stehen noch wichtige Aufgaben an. Außerdem muss der Schulbusverkehr Schritt für Schritt, aber konsequent auf die künftige Schullandschaft ausgerichtet werden.“ Die Sozialdemokratie sei nicht überrascht worden von der Kehrtwende der CDU in der Schulpolitik. Lensdorf zitierte aus einer schulpolitischen Presseerklärung der Kreis-SPD von August 2010: „Der Kreis-CDU wird früher oder später nichts anderes übrig bleiben, als solche neue Lösungswege im Bildungssystem mitzugehen.“ Van Heynsbergen abschließend: „Jetzt ist es soweit!“

 
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