Wie umgehen mit hohen Energiepreisen?

„In die oberflächliche Schicht des Körpers dringen Energiequanten ein, und deren Energie verwandelt sich wenigstens zum Teil in kinetische Energie der Elektronen.“ (Albert Einstein). Für die Beschreibung des Photoeffekts hat Einstein den Nobelpreis erhalten und das, gerade mit Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit, zu Recht.

In Zeiten steigender Energiepreise ist eine Photovoltaikanlage der „erste, sinnvolle Schritt“ auf den Weg in eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Zukunft. Photovoltaikmodule bestehen größtenteils aus Silizium, einem Material, was neben Sauerstoff am häufigsten auf der Erde vorkommt und produzieren im Schnitt nach 2 Jahren mehr Energie als für ihre Produktion und die anschließende Wertschöpfungskette benötigt wurde. Auch der wirtschaftliche Aspekt ist dabei nicht zu vernachlässigen, so sind Amortisationszeiten von unter 10 Jahren realistisch.

Mit technologischem Fortschritt werden auch Stromspeicher lukrativ. Die ersten Meilensteine der „Stromspeichertechnologie“ wurden bereits zu Lebzeiten von Albert Einstein gesetzt. So wurden Speicher beispielsweise in U-Booten perfektioniert. Damals wurden die Speicher von Dieselmotoren in Überwasserfahrt geladen, sodass die Boote auch – für damalige Verhältnisse – für längere Unterwasserfahrten geeignet waren. In der neuesten Generation der U-Boote aus deutscher Fertigung versorgt eine Brennstoffzelle die Lithium-Ionen-Akkus an Bord.

Energiespeicherung wird zukünftig auch für Privathaushalte das große Thema sein. Unabhängigkeit vom Strom-, Gas- und Rohölmarkt muss angestrebt werden.

Aber wo anfangen?

  1. Energie einsparen
  • Identifizierung von „Energiefressern“ im Haushalt (i. d. R. ältere Backöfen, Wäschetrockner, Beleuchtung)
  • Prüfung der Möglichkeit des Austausches (z. B. Wärmepumpentrockner, LED-Beleuchtung im gesamten Haushalt)
  • Umsetzung
  1. Energie erzeugen
  • Errichtung einer optimal dimensionierten PV-Anlage auf dem Eigenheim (Faustformel: Verbrauch = installierte Leistung – z. B. Jahresverbrauch 6000 kWh = 6 kW PV-Anlage) Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob diese auf ein Süd-Dach oder Ost-West-Dach installiert wird. Die aktuellen Module sind sehr effizient und arbeiten bei diffuser Lichteinstrahlung
  • Bei Mietern sind Balkonkraftwerke lukrativ. Sprecht mit Eurem Vermieter, ob er ein kleines Balkonkraftwerk akzeptieren würde. Hier ist die Obergrenze der installierten Leistung 600 Watt. 600 Watt decken in der Regel den Grundbedarf eines Einfamilienhaushalts ab.
  • Prüfung einer Alternative zur reinen, fossilen Wärmeerzeugung (z. B. Umstieg auf Wärmepumpe oder Hybridsystem aus Wärmepumpe und bestehender Gasheizung)
  1. Energie speichern
  • Errichtung eines Stromspeichers (Dimensionierung ist verbrauchsverhaltensabhängig)
  1. Sektorenkopplung betreiben
  • Prüfung, ob Installation eines PV-Heizstabes im Wärmespeicher der Heizungsanlage möglich ist
  • Anschaffung eine E-Fahrzeuges oder Plug-In-Hybriden inkl. Installation einer smarten Wallbox, die dann lädt, wenn „vom Dach“ ausreichend Energie verfügbar ist

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